Welche IT Berufe in Zukunft gefragt sind

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Dass IT Berufe hervorragende Karrierechancen bieten, ist bekannt. Die Auswahl an IT Positionen ist riesig. Wer aktuell in die Welt der Informatik startet, stellt sich jedoch die Frage: Welche IT Berufe sind auch in Zukunft so richtig gefragt?

Die Frage nach den IT Jobs mit den besten Zukunftsaussichten beantworten nicht nur etliche regelmäßig durchgeführte Umfragen. Auch eine Auswertung, die das Karrierenetzwerk LinkedIn durchgeführt hat, wirft ein spannendes Licht auf in Zukunft gefragte  IT Jobs.

Einige Kernaussagen, die ITler freuen dürften:

  • Die meisten Berufe der Zukunft entstehen derzeit in der IT.
  • Zwei der Top-3-Jobs der Zukunft kommen aus dem IT-Bereich. Die Plätze 1 bis 3 lauten: KI-Spezialist, Site Reliability Engineer und Customer Success Specialist.

Nicht all diese Berufsbilder sind bisher sehr bekannt, doch sie “trenden” auf LinkedIn, werden viel von Professionals genutzt. Herausgefunden wurde dies durch eine Auswertung der öffentlichen Profile in dem Social Network.
 

Gefragter IT Job: Der KI-Spezialist

Künstliche Intelligenz und Machine Learning verändern die Arbeitswelt derzeit fundamental. KI-Spezialisten entwickeln Software, die enorme Datenmengen mit noch nie da gewesenem Automatisierungsgrad verarbeiten kann. Solche Algorithmen lernen kontinuierlich dazu.

In diesem Umfeld ist der KI-Spezialist gefragt. Er trägt dazu bei, dass Unternehmen Kunden und Märkte besser verstehen, viel schneller Innovation entwickeln und generell sehr viel effektiver werden. Kurzum: KI wird die Arbeitswelt und auch die gesamte Gesellschaft in den nächsten Jahren riesige Schritte nach vorn bringen.

Nicht verwunderlich, dass die Position des KI-Spezialisten laut Studie zu den aktuell gefragtesten IT-Berufen zählt und aller Voraussicht nach noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Interessant: In der Google-Suche wird der “KI-Spezialist” noch nicht übermäßig häufig gesucht. Somit handelt es sich bei dieser Berufsbezeichnung um einen verhältnismäßig neuen Trend.
 

Schnittstellen-Position: Site Reliability Engineer

Der Site Reliability Engineer gehört definitiv zu den gefragten IT Jobs der Zukunft. Auch wenn der Titel auf den ersten Blick etwas rätselhaft klingt: Dahinter verbirgt sich ein toller Schnittstellen-Job mit kreativem Potenzial und hohem Verantwortungsgrad. Nach dieser Jobbezeichnung wird auch längst sehr häufig bei Google gesucht. Das verrät “Google Trends”, eine öffentlich zugängliche Plattform, die das Such-Interesse nach beliebigen Begriffen weltweit über Jahre hinweg dokumentiert.

In seiner Tätigkeit ist der Site Reliability Engineer (SRE) das Verbindungsglied zwischen den Admins einer Website und den Entwicklern, die sie programmieren. Er definiert die Anforderungen an Hard- und Software. Dabei lenkt er sein Augenmerk auf Verfügbarkeit, Latenzzeit, Leistung und Kapazität. Ein Site Reliability Engineer vereint den zuverlässigen Betrieb der IT-Systeme mit dem Bedarf an schneller Innovation. Ziel: eine möglichst hohe Nutzerzufriedenheit mit Funktionen, Service und Leistung.

Zudem sorgt er für eine effiziente Kommunikation zwischen Anwendungsentwicklern und Administratoren. Das hilft, einen zuverlässigen Betrieb der Website zu ermöglichen, was nicht nur im Bereich des E-Commerce, wo der Site Reliability Engineer besonders gefragt ist, sondern bei jeder geschäftskritischen Website bares Geld wert ist. Sehr ausführliche Informationen über diesen Beruf, der ohne Zweifel zu den gefragtesten IT-Berufen der Zukunft gehört, bietet eine Infoseite zu SRE von Google in englischer Sprache.
 

Datenschutzbeauftragter: Gefragter IT-Spezialist mit Gesetzeskenntnis

Datenschutzbeauftragte sind heute in jeder Branche gefragte Experten. Die Nachfrage in diesem Berufsfeld wächst dank Digitalisierung und gewachsener Sensibilisierung für den Datenschutz vor allem in Deutschland sehr stark.

Eine einzige, allgemein verbindliche Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten gibt es nicht. Jedoch bieten beispielsweise der TÜV sowie verschiedene Unternehmen und Verbände kompakte Ausbildungen an. Von Vorteil für den Einstieg, aber nicht zwingend nötig, ist ein Studium in den Bereichen Jura oder Informatik.

Datenschutzbeauftragte können ihre Tätigkeit freiberuflich, begleitend zu einer Haupttätigkeit oder in Vollzeit ausüben, je nach Unternehmensgröße. In ihrer Eigenschaft als Datenschutzbeauftragte sind die Datenschützer nicht weisungsgebunden. Sie müssen unabhängig sein, frei von Interessenkonflikten.

Attraktiv: Lebenslanges Lernen ist bei diesem Berufsbild inkludiert. Der Datenschutzbeauftragte muss seine Fähigkeiten stetig weiterentwickeln, da er in zentrale IT-Entscheidungsprozesse der Unternehmen eingebunden wird. Fortbildungen in den Bereichen IT-Sicherheit und IT Management schaffen das für diese Tätigkeiten notwendige Verständnis.

Informatiker mit profundem Wissen in Sachen Datenschutz sind gefragte Fachkräfte und erhalten am Arbeitsmarkt fast überall einfach eine attraktive Position. Karrierechancen finden sie sowohl in Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern als auch in der Verwaltung. Mit ihrer Beratung tragen sie dazu bei, dass schützenswerte Daten im Unternehmen sicher verwahrt bleiben.

Google Trends zeigt einen sprunghaften Anstieg der Recherchen nach “Datenschutzbeauftragter” rund um die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung. Seitdem ist das Interesse in der Suche höher als unmittelbar zuvor.
 


Data Consultant und Data Engineer: Gefragt wie nie zuvor

Viele Berufe in der IT-Branche drehen sich darum, aus verstreuten Daten wertvolle, nutzbare Informationen zu machen. Der Data Consultant und der Data Engineer verfolgen genau diese Aufgabe. Für ihren Arbeitgeber oder Auftraggeber (gerade der Data Consultant kann durchaus auch ein Freelancer sein, der vom eigenen Office aus arbeitet) analysieren sie vorhandene Daten und Prozesse. Die Daten-Experten gleichen diese Informationen mit den Zielen ab.

Viele seiner spannenden Projekte münden im Anschluss in die Softwareentwicklung. Mit viel Eigeninitiative modelliert der Data Engineer als Fachinformatiker ein Data Warehouse. Das Unternehmen erlernt im Laufe solcher Projekte, wie es vorhandene Daten besser nutzen kann.
 

Auch beim Data Consultant und beim Data Engineer gilt: Diese IT-Berufe sind stark gefragt, stehen aber nicht auf einer Liste gängiger Ausbildungsberufe. Wer Data Consultant werden möchte, sollte sich bestens mit Mathematik, Datenbanken, Scripting und Statistik auskennen. Ein Studium der Wirtschaftsinformatik ist beispielsweise eine gute Voraussetzung für den Berufseinstieg in diesem sehr gesuchten Berufsfeld. Hochschulabsolventen und auch Quereinsteiger haben die Chance, sich als Data Consultant zu bewähren.

Stark verwandt mit den Berufsfeldern des Data Consultant und des Data Engineer ist jenes des Data Scientist. Zwar leben all diese Daten-Jongleure in der gleichen fachlichen Welt. Doch Engineer sowie Consultant sind primär für die Erhebung, Bereitstellung und Kanalisierung der Daten zuständig. Der Data Scientist legt den Schwerpunkt seiner Tätigkeit eher auf die Modellierung und Präsentation dessen, was am Ende der Daten-Pipeline herauskommt. Er ist sozusagen ein interner Forscher, stetig auf der Suche nach Antworten. Auf Basis der erhobenen Daten versucht er, dem Management des Unternehmens Steilvorlagen zur Umsetzung zu geben.

Der Data Scientist zeigt dem Unternehmen auf, was es mit den generierten Daten anfangen kann, wie sie zu lesen sind.

Gesuchter Beruf: IT-Security-Spezialist

Schwachstellen in der IT zu finden und sie zu beheben gehört zu den Aufgaben des IT-Security-Spezialisten. Fachkräfte in diesem Beruf sind gefragt, denn sie stellen die Digitalisierung auf die Grundlage der Sicherheit.

Unabhängig davon, in welcher Branche: Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg ist im Zeitalter der Hacks und Ransomware-Angriffe, dass Daten sicher sind, immer nur von den dazu berechtigten Mitarbeitern abgerufen werden können und im Fall der Fälle, beispielsweise nach der Wiederherstellung eines ausgefallenen Systems, wieder hergestellt werden können.

Der IT-Security-Spezialist dokumentiert zudem die Infrastruktur inklusive Rechnern, Netzwerk, Firewall und weiteren Komponenten etwa aus dem Internet-of-Things-Bereich oder der Cloud. Mit der IT-Leitung und dem Systemadministrator arbeitet er eng zusammen, denn nur so lässt sich die Sicherheit auf ein Maximum hochschrauben. Auch Anwendungsentwickler suchen beim Security-Experten Rat. Denn was die Softwareentwickler neu schaffen, soll seinem Konzept entsprechend sicher sein.
 

DevOps Engineer

Das Berufsbild rekrutiert sich aus zwei unterschiedlichen Bereichen: Entwicklung (Development) und IT-Betrieb (Operations). Die Mission: Höhere Produktivität und Zuverlässigkeit bei der Softwareentwicklung. Erreichen kann der DevOps Engineer dies durch mehr Zusammenarbeit bisher getrennt agierender Bereiche. Die Spezialisierung eines DevOps Engineer hat daher zahlreiche Facetten: Er ist Entwickler und Administrator zugleich.

Oft werden in DevOps-Umgebungen agile Methoden angewandt. Werden neue Anwendungen für Kunden entwickelt, erhalten diese frühzeitig Einblick. Viele kleine Updates sind typisch für die Anwendungsentwicklung innerhalb einer DevOps-Umgebung. Im Anschluss an das Einspielen der neuen Versionen wird die Software direkt Tests unterzogen. Laufend werden Verbesserungen vorgenommen.
 


Der Einstieg in die Welt des DevOps Engineering gelingt beispielsweise über Studiengänge wie Informatik sowie Fach- und Wirtschaftsinformatik oder Informationstechnik. Auch duale Studiengänge oder IT-Ausbildungsberufe ebnen den Weg in diese außergewöhnlich abwechslungsreiche digitale Position. DevOps Engineers gehören zu den gesuchtesten IT-Fachkräften!
 

Chief Digital Officer (CDO): Verzweifelt gesucht

Dieses Berufsbild im Top Management ist noch sehr neu. Im Gegensatz zum CIO (Chief Information Officer), der die IT operativ leitet, hat der CDO vor allem strategische Aufgaben. Er ist ein Manager fürs Querdenken. Denn seine Aufgabe ist es, ein Digitalisierungskonzept zu entwickeln. Neben IT-Fachkenntnissen benötigt der CDO Lebens- und Führungserfahrung. Ein Quereinstieg auf Management Level ist denkbar. Er kommuniziert mit Spezialisten und dem Topmanagement gleichermaßen und ist sozusagen ein Designer für Digitalisierung.

Der CDO hat naturgemäß eine der aussichtsreichsten Ausgangspositionen für eine echte Management-Karriere. Auf der anderen Seite steigt in einer solchen Position auch das Risiko. Denn Konflikte und Widerstände gehören zum Alltag eines CDO. Bereits die Einführung einer solchen Position kann zu Abwehrreaktionen führen. Es ist immer unbequem, wenn ein neues Management-Mitglied ins Team kommt und den Veränderungsbedarf im Unternehmen unterstreicht.


Zudem hat der CDO eine gewisse Tendenz, sich selbst abzuschaffen. Denn ist das Digitalisierungskonzept erfolgreich auf den Weg gebracht, stellt sich in manchen Fällen die Frage: Brauchen wir diese Sonderposition dann noch? Wie ist die Abgrenzung zum Aufgabengebiet des CIO?
 

Der Agile Coach

Ergebnis seiner Arbeit sind bessere Prozesse. Der Agile Coach sorgt dafür, dass im Unternehmen selbstlernende Strukturen und Prozesse etabliert werden. Genau dafür steht auch der Begriff "agile", der in diesem Kontext Anfang des Jahrtausends etabliert wurde: Die Entwicklungsarbeit in der IT soll so strukturiert sein, dass sie sich jederzeit an veränderte Rahmenbedingungen anpasst. Aufgabe des Agile Coach ist es, genau diese Flexibilität im Unternehmen zu verankern.

Der Agile Coach unterstützt den kulturellen Wandel im Unternehmen, der mit der Einführung agiler Methoden wie Scrum, Kanban, Xtreme et al. einhergeht. Er macht sich stark für damit verbundenen Werte und für eine direkte, transparente Kommunikation. Operativ bedeutet dass: Ein Agile Coach kann als Trainer, Coach, Mentor und Moderator zum Einsatz kommen. Ein Job für Informatiker mit hervorragenden Soft Skills und einem großen Erfahrungsschatz.

Fest steht: Gefragt sind in der IT in Zukunft Menschen, die den Mut haben, sich zu spezialisieren, disziplinübergreifend zu denken und zusammenzuarbeiten und niemals mit dem Lernen aufzuhören.

IT-Berufe sind nicht nur gefragt, sondern auch spannend wie nie!

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